gutfühlen statt positiv denken

Na klar, man soll ja immer gute Gedanken haben, eben das Beste hoffen und dann klappt es schon mit dem Traummann, dem Wunschkind oder dem Hauptgewinn.

 

Aber irgendwie klingt das in meinen Ohren total retro, wenn jemand rät, du musst bloß positiv denken und schon lösen sich all deine Probleme in Wohlgefallen auf.  Wenn es nur so einfach wäre ... 

 

Leider zeigt doch die Erfahrung, dass selbst die größten Optimisten unter uns immer wieder enttäuscht werden. Und doch scheint es einen Weg zu geben, sich das Leben leichter oder schöner zu machen. Jedenfalls behauptet das bekanntermaßen das Gesetz der Anziehung: Das, was du an Energie aussendest, kommt auch zu dir zurück. Klingt nach haarstäubender Esoterik, ist aber wahr, finde ich. 

 

Stell dir vor, dein Kind wünscht sich nichts sehnlicher, als ein Sternenkrieger zu sein. Wahrscheinlich wird es niemals zu Luke Skywalker mutieren und mit einem Raumschiff in entfernte Galaxien reisen. Aber es wird seine Aufmerksamkeit auf jedes Star Wars-Kostüm im Kaufhaus lenken, sich in Star Wars-Bettwäsche und Schlafanzüge hüllen wollen, bei jeder Gelegenheit Star Wars nachspielen und jeden Besen zu einem Lichtschwert umfunktionieren und ... dabei glücklich sein!

 

Ist das nicht das Leben? Das stetige Streben nach Glück und Wohlbefinden? Auch ich bin oft neidisch auf andere, die scheinbar mehr oder gar alles haben. Dann fokussiere ich mich auf den Mangel, obwohl ich doch weiß, wie dankbar ich mich schätzen sollte angesichts des Überflusses, in dem wir leben. Dann quält mich nicht nur der Wunsch, sondern mir geht sogar noch etwas verloren: die Freude an den kleinen Dingen und an all jenen, die selbstverständlich erscheinen. 

 

Deshalb will ich es versuchen. Ich entscheide mich bewusst für die Dankbarkeit und gehe vor dem Einschlafen in Gedanken alle Geschenke des Tages durch. Und ich werde auf Zeichen achten und kleine Schritte auf dem Weg zum großen Glück würdigen. Und wer weiß? Vielleicht geschieht dadurch doch das erhoffte Wunder, weil ich es angezogen habe. Und falls nicht, habe ich mich beim träumen vom Traum wenigstens gut gefühlt.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Melanie (Montag, 15 Januar 2018 22:15)

    Ja, wie wahr. Wieder ein toller Blogbeitrag von dir. Ich freue mich schon auf die weiteren, denn deine Beiträge lesen sich wie ein gutes Buch - sehr erfrischend. :-)