intuitiv essen

Gehörst du auch zu denjenigen, die sich nicht mehr ernähren, sondern entweder fressen oder fasten?  Das ist vielleicht überspitzt formuliert. Aber wenn ich mich in meinem Umfeld umsehe, pendeln nicht wenige zwischen den Extremen, den Schlemmerphasen und Crashdiäten, hin und her. 

 

Denn viele von uns haben es leider verlernt, wie als Kind zu essen: mit Genuss und Gespür.

 

Und das ist auch kein Wunder. Schließlich leben wir einerseits in einer Überflussgesellschaft, in der überall zu jeder Zeit Speisen angeboten werden. Andererseits zeigen uns fotogeshopte Magermodels tagtäglich, wie wir auszusehen haben, wenn wir attraktiv und angesehen sein wollen. 

 

Zum Glück gibt es längst Gegenbewegungen, die verdeutlichen, wie irrsinnig oder gar krank wir mit dem Thema Ernährung umgehen. Gesund ist das neue sexy. Und doch bleibt es eine Herausforderung, zu erkennen, dass bewusstes Essen eigentlich viel mehr bedeutet als bio, vegetarisch oder vegan.  

 

Wir sollten wieder lernen, was eigentlich von klein auf selbstverständlich ist: intuitiv zu erspüren, was unser Organismus braucht. Und das sind bekanntermaßen keine Diäten, die den Grundumsatz runterfahren und die Fettspeicherproduktion rauf. Herzweise leben bedeutet, auch mit dem eigenen Körper liebevoll umzugehen und ihn mit wertvollen Gaben, die die Natur uns so reichhaltig schenkt, zu nähren. 

 

Seit ich mich entschlossen habe, intensiver in mich hineinzuspüren, worauf und wie viel Appetit ich habe, fühle ich mich jedenfalls sehr viel wohler in meiner Haut. Und manchmal braucht es durchaus etwas Ungesundes, aber dafür mit Genuss und gutem Gewissen. 

 

Im Gleichgewicht zu bleiben und wahre Bedürfnisse zu entschlüsseln, ist gar nicht so einfach. Aber es lohnt sich, dies zu trainieren, damit Körper, Geist und Seele endlich wieder in Einklang kommen.

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