lebe deine wahrheit

Warum tun wir uns eigentlich so schwer, über unser Weltbild zu sprechen oder zu unseren Überzeugungen zu stehen?

 

Sogar im Freundes- oder Bekanntenkreis scheint es Überwindung zu kosten, sich als spiritueller Mensch zu outen oder wenigstens als einer, der glaubt, es gibt zwischen Himmel und Erde weit mehr, als wir rational erklären  können. Was haben wir eigentlich zu verlieren, wenn wir mutig vorangehen? 

Noch vor zehn Jahren etwa wurde man ziemlich schräg angeguckt, wenn man über die Anbindung ans Universum oder vom höheren Selbst sprach. Oder man wurde als Esoterikspinner abgestempelt, weil man zu den Yoga-Pionieren gehörte oder gar meditierte. Zum Glück ist es inzwischen längst salonfähig geworden, achtsam mit sich und der Welt umzugehen. Auch dürfte den Meisten mittlerweile der nur scheinbar kleine Unterschied zwischen Selbstoptimierung und Selbstliebe klar geworden sein. 

 

Zahlreiche Magazine und noch mehr Besteller zum Thema Glück und Erfüllung spiegeln einen Trend wider oder auch mehr als das, der optimistisch in die Zukunft blicken lässt, weil immer mehr Menschen bereit sind, die volle Verantwortung für ihr seelisches Wohlergehen und ihr persönliches Wachstum zu übernehmen, ihr Herz zu öffnen und das Miteinander auf diesem Planeten menschlicher und damit besser zu machen. 

 

Und doch scheint das Glaubensbekenntnis ein Tabuthema zu sein. Der offene Austausch darüber findet oftmals nur unter vorgehaltener Hand oder in nicht öffentlichen Gruppen statt und wird behandelt wie das Wahlgeheimnis oder die Höhe des Einkommens. Das ist verständlich, aber schade. Wir haben Angst, unser Gesicht zu verlieren. Aber ist es nicht vielmehr so, dass wir nur gewinnen können, wenn wir unsere Wahrheit endlich authentisch ausdrücken und anderen, allen voran unseren Kindern, auch vorleben?

 

Die #MeToo-Bewegung ist nur ein Beispiel dafür, wie sinnvoll gute Kräfte gebündelt wirken können. Gerade wir Frauen haben das Potenzial und leider noch immer die Notwendigkeit, für wahre Werte solidarisch einzustehen. Daher traue ich mich, mir die Freiheit zu nehmen, meine innersten Überzeugungen nach außen zu kehren. Nur so komme ich in meine volle Kraft und Kreativität. herzweise zu leben, fordert zwar Mut, aber mehr auch nicht. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0