magische wortwunder

Wir gebrauchen sie so selbstverständlich wie die Luft zum Atmen. Hunderttausende geistern uns tagtäglich im Kopf herum. Unzählige Formulierungen wandern in Gesprächen über unsere Lippen. 

 

Doch der Zauber der Worte entsteht eigentlich viel tiefer in uns. Sie sind ein wesentliches Medium zwischen den Welten. Es lohnt sich also, sie mit Bedacht zu wählen, nicht nur, aber vor allem auch in der Kommunikation mit dem Selbst. 

So laufen wir beispielsweise mit unserem inneren Kritiker durchs Leben. Er erinnert uns ständig daran, unsere Aufgaben zu erledigen, es besser zu machen und leider auch, wie fehlerbehaftet wir angeblich sind. Auch wenn er manches Mal durchaus seine Berechtigung haben mag, tun wir uns und unserem Umfeld einen großen Gefallen, wenn wir ihn  in seine Schranken weisen. 

 

Das funktioniert allerdings nur, wenn wir den Kritiker auch bewusst wahrnehmen. Jedes verurteilende Wort können wir so durch ein liebevolles ersetzen. Wenn unser Unterbewusstsein etwa sagt: "Nie bekomme ich etwas zustande!" ist es ein Leichtes, daraus den Satz "Ich erschaffe jeden Tag Wundervolles!" zu zaubern.

 

Natürlich ist es auch hilfreich, solche Monologe durch weitere positive Affirmationen zu ersetzen. Vom Mantra bis zu Lebensmaximen - es gibt viele Formeln, in denen Worte ihre Magie wundervoll entfalten können. Vor allem, wenn wir unsere Gedanken schriftlich fixieren, führen wir sie nicht nur bewusst vollständig aus, sondern uns auch buchstäblich vor Augen. Je klarer wir dabei in unserer Haltung sind und je ruhiger wir den Geist werden lassen, desto intensiver nehmen wir die Stimme unseres Herzens wahr. 

 

Aber auch durch Gedichte, Tagebuchaufzeichnungen oder persönlichen Geschichten, die wir uns von der Seele schreiben, können Wunder geschehen. Was auch immer wir kommunizieren, wenn wir es gewaltfrei tun, also unsere Worte wertschätzend und wohltuend wählen, kann Heilung, Frieden und Erfüllung geschehen. 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Patcy (Dienstag, 06 März 2018 18:17)

    Wahre Worte, die ins Herz gehen. Ich denke manchmal wenn wir unsere Welt durch die Worte beeinflussen, die wir sprechen, wäre es besser manche würden einfach den Mund halten.

  • #2

    JoHanna (Freitag, 09 März 2018 12:49)

    Liebe Heidi,
    dein Text sagt mir noch etwas anderes. Die Worte der anderen Menschen kann ich nicht beeinflussen, auch wenn ich sie natürlich manchmal um etwas bitten kann.
    Wirklich "in den Griff bekommen" kann ich doch nur meine eigenen Gedanken und Worte, selbst wenn so manches Wort unbedacht erfolgt, sei es nun von mir selbst oder meinem Gegenüber. Das Unbewusste, der innere Kritiker, hat so oft seine Finger im Spiel. Welch ein Geschenk ist es dann, sich Zusammenhänge durch Schreiben bewusst machen zu können, ein Wort von allen Seiten beleuchten zu können, lernen es anzunehmen, um im Anschluss eine andere Sichtweise zu erhalten, es durch neue Zauberworte und Affirmationen zu wandeln, sich an den festgehaltenen Worten zu erfreuen!
    Solch magische Wortwunder finde ich z.B. in Mascha Kalékos "Mein schönstes Gedicht", aber auch in "Kleine Auseinandersetzung".
    Sicher ist es nicht immer leicht durch Schreiben inneren Frieden zu finden, sondern sehr oft eine harte, vielleicht sogar langwierige Arbeit. Manchmal lässt sich das Unterbewusste, der innere Kritiker, erst mit Hilfe des Spiegelgesetzes nach C.G. Jung entlarven, bevor die Magie der Worte wieder zaubern und aus dem Herzen fließen kann.
    Danke für deinen neuen interessanten Blog.

  • #3

    Annette (Freitag, 07 September 2018 10:56)

    Sehr interessant! Texte, die man sich selbst von der Seele geschrieben hat, kann man jetzt anscheinend auch der neuen Zeitschrift Psychologieforum schicken: http://psychologieforum.blogspot.com .

    Vielleicht auch für die Leser/innen/ dieses Blogs interessant ...

    LG Annette